Chronik

Mit der Förderung der ersten Kohle auf „Emil-Mayrisch" im Jahre 1952 wurde in den umliegenden Orten, so auch in Setterich, ein regelrechter Bauboom ausgelöst, weil die Zeche in Aldenhoven-Siersdorf zu ihrem stetigen Ausbau tausende von Mitarbeitern benötigte, die mit neuem Wohnraum zu versorgen waren. Die neuen „Kumpels" kamen aus ganz Deutschland und aus den südlichen Ländern Europas. Insbesondere in den ersten Jahren explodierte die Bevölkerung unseres ehedem 1.200 Einwohner zählenden bäuerlich geprägten Ortes. Im Jahre 1965 wurde die Zahl 7.000 überschritten.

 

Aber es galt nicht nur, den Menschen Arbeit, Brot und Wohnung zu geben, sondern sie mit Rat und Tat zu unterstützen, Hilfestellung zu geben, das Miteinander der bunt zusammengestellten Bevölkerung zu organisieren und zu verbessern, sie im besten Sinne in ihre neue Heimat zu integrieren.

 

Besondere Verdienste haben sich in dieser Zeit die Herren Jakob Triem und Ludwig Thoma erworben. Der eine als Arbeitsdirektor, der andere als Maschinenhauer beim EBV tätig. Den Neuankömmlingen wurden vielfältige Hilfen zuteil, so auch in der Gartengestaltung. In dieser Zeit reifte bei Triem und Thoma der Gedanke, eine sich gegenseitig unterstützende Gemeinschaft ins Leben zu rufen. So wurde im Jahre 1955 die „Allgemeine Siedlergemeinschaft Setterich" gegründet. Die Mitgliederzahlen wuchsen stetig, wobei auch alteingesessene Settericher den Weg in die Gemeinschaft fanden. Bereits zehn Jahre später zählte der Verein knapp 140 Mitglieder. Bis zum Jahre 1980 ging es weiter bergauf mit in der Spitze 320 Mitgliedern.

 

Schon bald wurde der Verein als kompetenter Ansprechpartner - nicht nur durch seine Mitglieder - in allen Fragen des Siedlungswesen, der Gartengestaltung und Baumpflege, der Förderung des Kleingartengedankens und der Ortsverschönerung gesucht. Lehrgänge für Baumschnitt und Schädlingsbekämpfung und zahlreiche Fachvorträge rund um den Garten-, Obst- und Gemüseanbau wurden angeboten und gerne besucht. Aber auch bei der Anlage von Ziergärten und Gartenteichen standen wir mit Rat und Tat bereit. Gerätschaften werden seit geraumer Zeit verliehen, zumeist kostenlos.

 

Über Jahre nahmen wir auch sehr erfolgreich an Gartenwettbewerben der EBV-Siedlungen und am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden" teil. Nicht selten gelangen beachtliche Platzierungen.

 

Auch unter unseren Mitgliedern wurden Gartenwettbewerbe ausgerichtet. Allerdings hat sich auch dies gewandelt. Die Wettbewerbe wurden im Jahre 2000 eingestellt. Zuletzt waren die Möglichkeiten erschöpft.

 

Zwischenzeitlich ist der Nutzgarten längst durch den Ziergarten abgelöst. Gleichwohl organisieren wir auch heute noch Sammelbestellungen und beliefern unsere Mitglieder und Freunde, natürlich nach vorhergehender Bestellung, alljährlich im zeitigen Frühjahr mit Produkten rund um die Gartenpflege. Zum Gesamtangebot gehört auch die beliebte Austriebsspritzung, die wir jeweils zum Jahresultimo unseren Mitgliedern und Freunden offerieren. An der alljährlich stattfindenden Baumpflanzaktion der Stadt Baesweiler beteiligen wir uns unregelmäßig.

 

Natürlich stehen wir auch unverändert mit Rat und Tat rund um den Garten bereit, wobei wir nicht zuletzt junge Familien ansprechen wollen. In diesem Kontext organisieren wir auch gerne Fachvorträge. Selbstverständlich sind wir auch für Menschen mit Migrationshintergrund da. Gerne leisten wir dadurch einen integrativen Beitrag.

 

Der traditionell am Samstag vor Muttertag stattfindende und unverändert bestehende Blumeneinkaufstag ist sehr beliebt. Bis heute sind wir beim Schmücken und Aufstellen des Maibaumes dabei und unterstützen auch hierdurch das Brauchtum. Der seit Jahrzehnten am 1. Oktoberwochenende stattfindende Seniorennachmittag erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Auch unser traditionelles Erntedank- und Oktoberfest war bis vor wenigen Jahren ein Besuchermagnet.

 

Erfreulichen Zuspruch finden unsere Wanderungen, zu dem auch der Radwandertag gehört. Die jährlich organisierten Tagesausflüge, u.a. auch zu den Bundes- und Landesgartenschauen, wurden bislang gerne gebucht.

 

Mit Blick auf den deutlich gewachsenen Aufgabenkatalog hielten wir es für richtig, den Verein 1976 in „Gartenbau- & Siedlergemeinschaft Setterich e.V." umzubenennen. Dabei wurde auch die Satzung angepasst.

 

Stolz können wir darauf sein, dass der Jahresbeitrag von € 12,50 mittlerweile seit über vier Jahrzehnten stabil ist.

 

Neben den bereits erwähnten Herren Triem und Thoma haben sich auch die Kollegen Peter Thuro, Wolfgang Merkschien und Reiner Rosen um den Verein nachhaltige Verdienste erworben. Wir wollen dies an dieser Stelle nicht unerwähnt lassen.

 

Auch möchten wir nicht verschweigen, dass die vergangenen 15 Jahre nicht einfach waren. Die Gemeinschaft hatte 1995 noch 270 Mitglieder, Ende 2004 waren es noch 235, im Jahre 2009 rutschte diese Zahl zwischenzeitlich unter 170. Jahrelang gelang es nicht, die Zahl der Sterbefälle durch die der Neueintritte zu kompensieren. Dieser Trend konnte in dem ohnehin schon schwierigen Jahr 2009 erstmals wieder gestoppt werden, zumindest vorübergehend. Mittlerweile zählt unser Verein wieder über 180 Mitglieder. Für diese Entwicklung sind wir dankbar.

 

Über weitere Mitglieder, aber auch über Ihren Zuspruch und Ihre konstruktive Kritik freuen wir uns weiterhin.

 

Baesweiler-Setterich, im Dezember 2010

 

Hier finden Sie uns:

Gartenbau- & Siedlergemeinschaft Setterich e.V.
Pastor-Stegers-Str. 10
52499 Baesweiler

Telefon:

+49 (0)2401 51644

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